Einen eigenen Hotpot hatten wir auch. Vielleicht gibt's später noch Badebilder im Regem, dieselnd aber noch nicht runtergeladen....obwohl, wartet mal...Nee, die muss ich erstmal zu Hause beschneiden.
Am 17.06. war in Island Nationalfeiertag, an dem wir natürlich nach Reykjavik hineinfuhren, um uns zumindest die Tagesprogramme ein wenig anzuschauen. Was hier an Island auffällt, sind Unmengen von kleinen Isländern. Die Winter sind lang und kalt und die Isländer wissen offensichtlich, wie sie diese Zeit herumkriegen. Insofern war der Nationalfeiertag auch - zumindest am Nachmittag - fast ein reines Kinderfest
Die etwas ältere Fraktion gibt's natürlich auch
Und wenn sie siebzehn sind, sehen sie so aus
Nee, so..
Die große Erwachsenenfestivität mussten wir leider sausen lassen, weil ja einer von uns fahren musste.
Am nächsten Tag brach ich alleine auf, und ließ Birgit ein wenig Erholung im Ferienhaus. Ich hätte es so schade gefunden, an dem Tag nichts zu sehen, als die Wolken um das Ferienhaus. Im Urlaub habe ich eh immer einen etwas erhöhten Aktivitätsmodus. Da ich den aber auch gern allein abtobe, passte das.
Da unser Haus in der Nähe des Glymorfosses lag, zu dem wir bei unserem ersten Besuch bei unserer Querfeldeinwanderung nicht ganz hochgestiegen waren, fuhr ich, in dem festen Willen, es doch noch zu tun, dort hin und latschte los. Nun regnete es und die nicht gesicherte und unbefestigte Strecke war nicht nur steil, rutschig und steinig, ich verfluchte auch, dass ich die dicken Wanderstiefel in Deutschland gelassen hatte. Todesmutig ging ich aber immer weiter, auch wenn ich bei vielen Schritten Bedenken hatte, ob ich den Weg anders als auf dem Hoseboden rutschend, überhaupt wieder runterkäme. Gegenüber an der anderen Schluchtseite waren offensichtlich bessere Wege und es gab Halteseile und ich Depp steh patschnass in einem Geröllfeld und hangel mich an Büschen festhaltend irgendwelche Wasserläufe hoch, die mir entgegenkommen.
Leider habe ich auf dem Weg außerdem festgestellt, dass ich unter bestimmten Umständen gar nicht schwindelfrei bin, es also kein schönes Gefühl ist, näher als einen Meter an einer Schluchtkante entlangzubalancieren, wenn es da hundert Meter oder so runtergeht. Fünf Meter Schlucht schaff ich locker, zehn auch noch. Aber das da war echt hoch. Kurz vor dem "Gipfel", von wo aus irgendwo vielleicht dann der Wasserfall zu sehen gewesen wäre, kam dann noch ein sehr steiles und locker gelegtes Geröllfeld und mit einem Mal hatte ich gar keine Lust mehr, da noch hochzuklettern und bin wieder umgedreht. Als ich wieder beim Auto war, war ich durchgeschwitzt, dreckshungrig und überhaupt nicht traurig über den Abbruch. Leider sieht man auf den Fotos nie sehr gut, wie hoch etwas ist oder wie steil, aber vielleicht kommt es ja doch rüber..
Das war der Weg. Was nicht rüberkommt ist, das das ganze mit ungefähr 50 Grad Anstieg verbunden war. Und einem die ganze Zeit das Wasser um die Füße spülte.
Und das war das Geröllfeld, vor dem ich gekniffen habe.
Nachdem ich mich mit meinen mitgebrachten Stullen wieder aufgerichtet hatte, fuhr ich einfach nochmal zum Pingvellir, um da vielleicht nich ein Foto ohne Regen zu bekommen. Eigentlich wollte ich nur noch Integral durch die tolle Landschaft cruisen und brauchte ein Alibiziel.
Ganz Island ist übrigens voll mit Lupinen.
Hier haben wir auch noch zwei typische Bilder, mit denen wir uns gegenseitig immer wieder erfreuten. Bines typisches "Arbeits- und Konzentrationsgesicht" welches besonders meine Kollegen sehr gut kennen...
Und Birgit beim freihändigen Rauchen
Was gibt es für kleine Tipps, die wir anderen Neuislandfahrern mitgeben können?
Spart nicht am falschen Ende. Eine Waltour oder ein Glacierwalk sind so phantastisch und lassen so viele schöne Erinnerungen nach, die den Fuffi, den das kostet, Mehrfach aufwiegen.
Geht schwimmen. Nutzt die tolle Möglichkeit, überall kleine feine oder auch riesige Schwimmbäder mit beheiztem Wasser und zusätzlichen HotPots zu finden. Das entspannt auch nach einer vor der langen Autofahrt.
Haltet an, wenn Ihr was schönes seht. Habt immer die Augen auf.
Gästehäuser sind
guter Standard, kein Luxus, aber Ihr habt direkt Kontakt mit den Einheimischen. Redet mit ihnen, das macht nicht nur Euch Spass, sondern ihnen auch. So war zumindest unser Eindruck, wo wird man sonst von der Zimmerwirtin herzlich umarmt? Viele Gästehäuser haben extrem gutes Essen und geben sich auch mit dem Frühstück Mühe, als wäre man Gast in der Familie. Viele leckere und selbstgemachte Dinge bekommt man hier serviert. Klar gibt es auch Ausreißer und Standard, aber die paar, die anders sind, sind die, an die Ihr Euch erinnert.
Plant die Selbstbeteiligung für Schäden am Mietwagen als feste Kosten ein. Die Strassen sind - auch wenn es keine Hochlandstrassen sind - teilweise doch noch sehr schlecht, so dass kleinere Blessuren am Auto nicht zu vermeiden sind.
Achtet auf die zugelassene Höchstgeschwindigkeit. Hier wird anders geblitzt als,in Deutschland. Und sicher auch nicht geeicht, nämlich zum Beispiel aus dem Fahrenden Gegenverkehr. Und Zack habt ihr so ne Schnalle mit Blaulicht am Arsch. Mich hat's nämlich auch noch erwischt.
Plant lieber einen Tag mehr ein, damit Ihr nicht hetzen müsst.
Nehmt die übliche Zwiebelklamotte mit, aber auch was zum anständig Essen gehen. Wenn Ihr das wollt.
Versucht die verschiedenen Biersorten, insbesondere das Vatnajökull am Vatnajökull.
Erkundigt Euch nach den Fährbefüllungen, wenn Ihr zu den Vestmännerinseln wollt.
Und mehr fällt mir grad nicht ein. oh, Bibee sagt grad, der Dumont-Reiseführer war klasse und da hat sie uneingeschränkt recht. Viele Infos und tolle Tipps. Wer nicht mit dem Rucksack unterwegs ist, kann's auch tragen.
Nehmt Euren Silberschmuck ab, bevor Ihr in Schwefelstinkern badet, der wird schwarz.
Nu ist aber gut. In einer halben Stunde ist schon einchecken. Ab morgen wieder in Deutschland.
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